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wünschen Ihnen
einen schönen
Sommer!

44 Harmonies from Apartment House 1776

von Christoph Marthaler und Ensemble

Regie Christoph Marthaler / Bühne und Kostüme Anna Viebrock

 
Regie Christoph Marthaler
Bühne und Kostüme Anna Viebrock

Der Titel von Christoph Marthalers und Anna Viebrocks erster Inszenierung in der Halle seit über zehn Jahren klingt ein wenig rätselhaft? Ja und Nein. Denn erste Knoten könnten sich lösen, wenn sich herumspricht, dass der Titel gar nicht von Marthaler, sondern von John Cage erfunden wurde. Und das bereits 1976. Cage wählte diese Überschrift für eine Komposition, die von der Gleichzeitigkeit sehr verschiedener musikalischer Räume handelt sowie von heftigen Auflösungserscheinungen hinsichtlich der Wahrnehmung von Raum und Zeit. Dies bedenkend erschliesst sich die grosse Vorfreude, mit der Marthaler und seine Ensemblemitglieder dem Betreten der frei schwebenden Klanglandschaften des amerikanischen Komponisten entgegensehen. Inklusive einer eigensinnigen Fortführung all derjenigen Forschungen über den Zusammenhang von Zufall, Alltag und Erleben, denen Cage sein gesamtes Denken und Handeln widmete. Letzteres übrigens nicht allein auf dem Feld der Musik. Denn Cage wirkte auch als Schriftsteller. Und als Pilzexperte. Angesichts dieser Bandbreite an Kompetenzen lässt sich dann auch nicht ganz ausschliessen, dass John Cage in der Halle höchstpersönlich in Erscheinung treten könnte. Natürlich nur dann, wenn der Zufall mitspielt. Aber darauf liesse sich in solchen Zusammenhängen bedenkenlos wetten. Mit äusserst niedrigen Gewinnquoten.

Der Schweizer Regisseur Christoph Marthaler begann seine Theaterlaufbahn als Musiker und kreierte in den späten 1980er Jahren kritisch-ironische Liederabende und Performances im öffentlichen Raum. Erste internationale Aufmerksamkeit für seine neuartige Theatersprache erregte Marthaler, als er 1993 an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin „Murx den Europäer! Murx ihn! Murx ihn! Murx ihn! Murx ihn ab! Ein patriotischer Abend“ inszenierte. Seitdem zeigt Marthaler seine Arbeiten an zahlreichen grossen Theatern im deutsch- und französischsprachigen Raum und inszenierte überdies zahlreiche Opern in Salzburg, Paris, Frankfurt, Hamburg und Madrid. 2018 erhielt er mit dem Internationalen Ibsen-Preis einen der weltweit bedeutendsten Theaterpreise. Von 2000 bis 2004 war Christoph Marthaler Intendant des Schauspielhauses Zürich, an das er in der vergangenen Saison mit der Inszenierung „Mir nämeds uf öis“ nach längerer Abwesenheit zurückgekehrt ist

Schiffbau/Halle

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