„Wie frei ist die Kunst?“

Podium mit Barbara Frey (Intendantin Schauspielhaus Zürich, Regisseurin), Stefanie Carp (Intendantin Ruhrtriennale, Dramaturgin) und Hanno Rauterberg (Redaktor und Stellv. Ressortleiter im Ressort Feuilleton, DIE ZEIT).
Moderation: Lukas Bärfuss
 

 
Wo liegen die Grenzen des Zeig- und Sagbaren, und darf die Kunst sie verschieben, auch da wo es explizit politisch, anstössig oder beleidigend wird?  Gibt es ein Recht des Betrachters, „unbehelligt“ zu bleiben?  Suchen wir dann in der Kunst nur Bestätigung, statt schroffes Gegenüber? Wie vermischt sich Kunst mit der politischen Stellungnahme ihrer Macher, kann die Bühne der Kunst für ein politisches Statement „missbraucht“ werden?
 
Jüngst haben zahlreiche Fälle gezeigt, dass die öffentliche Kontrolle dank dem „Klicktivismus“ in den Social Media und einer „grossen Gereiztheit“ (Bernhard Pörksen) eine neue und wirkmächtige Form der unmittelbaren Verurteilung annehmen kann. Das hat auch für die Kunst Konsequenzen: das MoMA soll Bilder abhängen, im Theater werden einzelne Wörter demonstrativ per „Piep“ zensiert oder bereits engagierte Künstler werden unter öffentlichem Druck wieder ausgeladen. Wie kann ein produktiver Umgang mit der öffentlichen Problematisierung von Kunstwerken und kuratorischen Konzepten aussehen?  

Wir diskutieren mit: 
Barbara Frey, Regisseurin und Intendantin am Schauspielhaus Zürich, schätzt als künstlerischer Mensch als auch als Gastgeberin für andere künstlerische Menschen Freiheit als ebenso wichtig ein wie Empathie. Empörung um ihrer selbst willen, Argwohnkultur oder gar Zensur im kulturellen Schaffen können keine Lösung sein.

Hanno Rauterberg ist Redaktor und stellvertretender Ressortleiter im Ressort Feuilleton der Wochenzeitung DIE ZEIT. Er verfasste das Buch „Wie frei ist die Kunst?“, in dem er mehrere Beispiele von Balthus bis Charlie Hebdo diskutiert.

Stefanie Carp ist Intendantin der Ruhrtriennale und erlebte im Sommer 2018 einen öffentlichen Sturm der Empörung, nachdem öffentlich wurde, dass die von ihr engagierte Band „Young Fathers“ sich gemeinsam mit der Bewegung „BDS“ für einen Israel-Boykott engagiert. 

Lukas Bärfuss ist Autor und regelmässiger Gastgeber der „Zürcher Gespräche“.



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Ein zweites Podium zum Thema „Wie frei ist die Kunst?“ findet im April anlässlich der Produktion „Die Verlobung in St. Domingo“ statt.

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Pfauen

Do, 21 Feb 20:00 Karten

v.l.n.r. Stefanie Carp, Hanno Rauterberg, Barbara Frey, Lukas Bärfuss

Foto Buch © pixabay
Foto Carp © Daniel Sadrowski
Foto Frey  © Matthias Horn
Foto Rauterberg © Michael Heck
 

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