Die Wildente

von Henrik Ibsen

Regie Alize Zandwijk / Bühne und Kostüme Thomas Rupert / Musik Maartje Teussink
Mit Hans Kremer, Milian Zerzawy, Siggi Schwientek, Christian Baumbach, Isabelle Menke, Marie Rosa Tietjen, Anne Eigner, Ludwig Boettger

Konsul Werle Hans Kremer
Gregers, sein Sohn Milian Zerzawy
Ekdal Siggi Schwientek
Hjalmar, sein Sohn Christian Baumbach
Gina, Hjalmars Frau Isabelle Menke
Hedwig Marie Rosa Tietjen
Frau Sörby, Haushälterin Anne Eigner
Relling, Arzt Ludwig Boettger
Live-Musik Maartje Teussink
 
Regie Alize Zandwijk
Bühne und Kostüme Thomas Rupert
Musik Maartje Teussink
Licht Markus Keusch
Dramaturgie Karolin Trachte
Regieassistenz Clara Isabelle Dobbertin
Bühnenbildassistenz Marie Hartung
Kostümassistenz Selina Tholl
Souffleuse Gabriele Seifert
Inspizienz Aleksandar Sascha Dinevski

„Machen die Wildenten ja immer so. Tauchen zum Grund, so tief sie können, mein Guter. Verbeissen sich in Tang und Algen – in dem ganzen Mist da unten. Und kommen nie wieder hoch.“ aus „Die Wildente“

Als Gregers Werle nach Jahren in sein Heimatdorf zurückkehrt, flammt ein alter Konflikt zwischen ihm und seinem Vater, dem reichen Konsul Werle, wieder auf. Gregers glaubt, dass sein Jugendfreund Hjalmar seine 14-jährige Tochter Hedvig untergeschoben bekam – Hedvig aber in Wirklichkeit das uneheliche Kind seines eigenen Vaters ist. Die vielen Zuwendungen, die sein Vater der Familie Ekdal zukommen lässt, erscheinen Gregers als untrüglicher Beweis. Gregers macht sich selbst zum unerbittlichen Aufklärer und zerstört trotz bester Absichten mit seinen „idealen Forderungen“ den familiären Frieden. Er zerstört damit auch die heilsamen Rückzugsorte der Illusion, wie den Dachboden, wo die Ekdals der Realität entfliehen, die aber auch ein liebevolles Leben überhaupt erst möglich machten.

Henrik Ibsen zeigt in seiner poetischen Tragikomödie von 1884 ein bitteres Menschenbild: Der Mittelstand ist ohne Kraft und Selbstvertrauen, steckt in grösster Abhängigkeit – alles, was Hjalmar hat, hat er dank Werle. Selbst der Arzt Relling versorgt seine Patienten in dieser erstarrten Welt nur mehr mit Lebenslügen. Der einzige Veränderungswille spiegelt sich im Aufklärungsfieber des Gregers Werle. Er will um jeden Preis die „Wildente“ aus den Tiefen des Meeres retten und die Wahrheit ans Licht bringen. Dabei verantwortet er schliesslich den Selbstmord der 14-jährigen Hedvig Ekdal.

Die niederländische Regisseurin Alize Zandwijk arbeitet zum ersten Mal in Zürich. Sie war ab 1998 mit Guy Cassiers künstlerische Leiterin des Rotterdamer Ro Theater und wurde dort 2006 Direktorin. Zandwijk schuf hier neben zahlreichen eigenen Inszenierungen, die in ganz Europa tourten, internationale Kooperationen und stärkte das Ensembletheater. Seit 2003 inszeniert sie regelmässig in Deutschland, u.a. am Thalia Theater Hamburg und am Deutschen Theater Berlin, seit 2016 ist sie leitende Regisseurin am Theater Bremen.

Pfauen

Do, 09 Mär 20:00 Karten Premiere Premieren-Abo; anschl. öffentliche Premierenfeier mit DJ Prinzessin in Not
Mo, 13 Mär 20:00 Karten Einführung um 19:15
Fr, 17 Mär 20:00 Karten Carte Blanche
So, 19 Mär 15:00 Karten Sonntag Abo B
Do, 23 Mär 20:00 Karten Donnerstag Abo 5B & Abo B; Einführung um 19:15
Mo, 27 Mär 20:00 Karten anschl. Publikumsgespräch
Sa, 08 Apr 20:00 Geschenk-Abo; Einführung um 19:30
Di, 11 Apr 20:00 Migros-Abo; Einführung um 19:15
Mi, 19 Apr 20:00 Mittwoch Abo 5B und Abo B; Carte Blanche
Fr, 21 Apr 20:00 Freitag Abo 5B & Abo B
Di, 25 Apr 20:00 Dienstag Abo 5B & Abo B
Do, 27 Apr 20:00 Karten Donnerstag Abo A; Einführung um 19:15; with English surtitles
Di, 30 Mai 20:00 Karten with English surtitles

Inszenierungseinblick zu „Die Wildente“ am 28. Februar
„Mehr als Uni“ zu „Die Wildente“ am 8. April
Theater im Gespräch zu „Die Wildente“ und „Räuber“ am 11. April