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Hello, Mister MacGuffin!

von René Pollesch

Uraufführung

Regie René Pollesch / Bühne und Kostüme Anna Viebrock
Mit Sophie Rois, Hilke Altefrohne, Marie Rosa Tietjen, Jirka Zett, Inga Busch

Sophie Rois
Hilke Altefrohne
Marie Rosa Tietjen
Jirka Zett
Inga Busch
 
Regie René Pollesch
Bühne und Kostüme Anna Viebrock
Licht Christoph Kunz
Dramaturgie Karolin Trachte
Regieassistenz Clara Isabelle Dobbertin
Bühnenbildassistenz Ana Brotankova
Kostümassistenz Sabrina Bosshard
Regiehospitanz Fabiola Kuonen
Dramaturgiehospitanz Andrea Frei
Souffleuse Rita von Horváth
Inspizienz Ralf Fuhrmann
Schiffbau/Box
Premiere am 3. März 2018
 

„Es gibt ihn in fast jedem Film. Es ist der Falke aus dem ‚Malteser Falken‘, es ist der Tesserakt aus den ‚Avengers‘. Es ist immer das Ding, um das die Schauspieler auf der Leinwand besorgt sind, aber um das sich das Publikum wenig schert. Alfred Hitchcock hat ihm den Namen gegeben. Es ist ein Gegenstand, der seine Prominenz also seiner Bedeutungslosigkeit verdankt. Der MacGuffin wird gegen Ende des Films auch für die handelnden Personen ziemlich irrelevant. Und das würde ich gerne verhindern. Ich bin schliesslich ... also mein Name ist MacGuffin.“ René Pollesch

Erstmals inszeniert René Pollesch eine seiner avantgardistischen Komödien in einem Bühnenbild der in Zürich bestens bekannten Bühnenbildnerin Anna Viebrock. Das Stück verwebt Polleschs eigentümlichen Sprachwitz mit Slapstick und Zitaten aus Revue und Filmklassikern. Die SchauspielerInnen untersuchen Phänomene rund um Liebe, Alltag und Selbstausbeutung in Zeiten des modernen Kapitalismus.

„Herrlicher, hermetischer, mörderisch rabenschwarzer Pipifax-Pollesch! Doch, doch!“ Tages-Anzeiger

„Der Theatermacher Rene Pollesch zeigt im Zürcher Schiffbau „Hello, Mister MacGuffin!“. Er karikiert die Backstages von Theater, Film- und Wirklichkeit.“ Luzerner Zeitung

„Er ist ein Spieler. Ein liebenswerter Kindskopf, dem Verwirrung höchsten Spass bereitet. Dazu braucht er die Bühne, die Phantastik der fiktiven Welt. Diesmal heisst das Mysterium „MacGuffin“, dem er ein „Hello“ zuruft. Auf den Brettern der Schiffbau-Box des Zürcher Schauspiels. Man liebt ihn an der Limmat. Wie anders ist es zu erklären, dass er nun zum bereits achten Mal in der Zwingli-Hochburg seinen poetisch-sprachwitzigen Blödsinn treiben kann.“ theaterfischer.de

„Pollesch baute um Bert Neumanns Bühnenbilder oft seine Stücke herum, auch in Zürich („Bühne frei für Mick Levčik!“) schon. Jetzt baut zum ersten Mal Marthalers Muse Anna Viebrock einen ihrer magischen Räume für ihn. Es ist ein dreieckiger Glaskasten, eine Kreuzung aus Retro-Kinofoyer, Schaufenster, Raumschiff und Raucherkabine, mit Mausefallen im Boden und der Leuchtschrift „weltberühmt“ auf dem Dach. Pollesch und Viebrock: Das passt schon. Er liebt den leicht ramponierten Glamour der fünfziger Jahre, die ins Nichts führenden Showtreppen und uneinsehbaren Schlafzimmer, sie mag die aufgelassenen Wartesäle und muffigen Turnhallen, jene surrealen Räume, die irgendwie dysfunktional, schäbig und verrottet sind, aber auch tröstliche Geschichten, gelebtes Leben speichern.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Bühne und Kostüme hat Anna Viebrock ersonnen: Die nüchterne Plexiglas-Kabine, der rätselhafte Gang mit beschädigten Fenstern und der Arbeitstisch samt Uralt-Schreibmaschine sowie die hierzu kontrastierenden noblen Kostüme bilden ein überzeugendes Ausstattungs-Fundament für die sehr spezielle Nummernrevue.“ Vorarlberger Nachrichten

„Jirka Zett, Hilke Altefrohne, Inga Busch, Marie Rosa Tietjen und Sophie Rois sind ein aus der Zeit und der Unterhaltungsbranche gefallenes Quintett. Hitchcock gibt den Anführer, schliesslich war er der Erfinder von „MacGuffin“. Einer Fantasiefigur, eine „Finte“, die er um seine Plots herum erfand. Geheimnisvoll die Handlung antreibend, doch letztlich unwichtig. Im Schiffbau, bis zum letzten Platz besetzt, soll es darum gehen, eine nicht vorhandene Textvorlage umzusetzen zum Thema: „Mausefalle, Schauspieler retten die Welt“. So absurd der Titel klingt, so ironisch-komisch sind die Versuche, diese Vorgabe mit Inhalt zu füllen.“ St. Galler Tagblatt

„Zürich ist ein Glückskind. Und man will nicht protestantisch sein, auch nicht in der Stadt von Zwingli, man verkneift sich die Frage: „Haben wir so viel Glück verdient?“ Denn ja, es ist ein Gefühl von Flitterwochen. Die Verursacherin ist ein Ereignis namens Sophie Rois. Im Zürcher Schiffbau, und dort in der Box, knallt die Schauspielerin auf ihre multipel dissoziierte Weise ihre Mitspieler an die vierte Wand. Die Rois ist die ungekrönte Königin in einem Pollesch-Abend, der auch aus einem zweiten Grund bemerkenswert ist: Anna Viebrock hat die Bühne gebaut.
Es ist ein Walhalla der Tarnungen und Behauptungen. Orte, Winkel, Gänge, die so oder auch ganz anders gemeint sein können. Viebrock spielt mit den Zitaten eines Kinos, mit Hinterzimmern und einer leeren Verkaufsauslage. Die Schauspieler müssen buchstäblich untendurch, verschwinden und klettern dann aus einer Türe am Boden.“ NZZ

„Das spielerische Feuer ist ansteckend. Wie die Arbeitsteilung von Schauspieler und Regisseur auf die Schippe genommen wird, sorgt immer wieder für Lacher. Sarkastische Sätze wie „es ist nun mal Tradition, dass Schauspieler ein- und ausgeschnippst werden“ demontieren das Klischee des Regisseurs als unfehlbares Genie, dessen Einfälle die Schauspieler per Fingerschnippen zu folgen haben.“ Nachtkritik.de

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