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Am Königsweg

von Elfriede Jelinek

Schweizer Erstaufführung

Regie Stefan Pucher / Bühne Barbara Ehnes / Kostüme und Puppen Annabelle Witt / Musikalische Leitung Christopher Uhe / Video Chris Kondek / Videomitarbeit Ruth Stofer
Mit Sandra Gerling, Henrike Johanna Jörissen, Isabelle Menke, Elisa Plüss, Miriam Maertens, Julia Kreusch, Becky Lee Walters, Réka Csiszér

Sandra Gerling
Henrike Johanna Jörissen
Isabelle Menke
Elisa Plüss
Miriam Maertens
Julia Kreusch
Live-Musik Becky Lee Walters
Live-Musik Réka Csiszér
 
Regie Stefan Pucher
Bühne Barbara Ehnes
Kostüme und Puppen Annabelle Witt
Musikalische Leitung Christopher Uhe
Video Chris Kondek
Videomitarbeit Ruth Stofer
Licht Frank Bittermann
Chorleitung Christine Gross
Puppentraining Dorothee Metz
Dramaturgie Andreas Karlaganis
Regieassistenz Marco Milling
Bühnenbildassistenz Sandra Antille
Kostümassistenz Selina Tholl
Dramaturgieassistenz Benjamin Große
Regiehospitanz Linda Etter, Mirjam Berger
Soufflage János Stefan Buchwardt
Inspizienz Michael Durrer
Pfauen
Premiere am 8. März 2018
 

„Der König sieht mir nicht danach aus, als würde er überhaupt irgendetwas tun wollen. Ausser Schulden machen, daran sind aber auch wir schuld.“

Im Zentrum von Elfriede Jelineks düster-mäanderndem Text stehen Welten lenkende Könige und deren Herrschaft kommentierende Prophet(inn)en, beide mit Blindheit geschlagen. Sie richtet den Blick auf die gegenwärtigen Entwicklungen des Globus und lässt Stimmen und Motive aus der Mythologie und abendländischen Kulturgeschichte hervorschimmern, die sie als ewig kommentierende „sehende Dichterin“ paraphrasiert, konterkariert und ironisiert. Der „König“ Donald Trump, der seine Vormachtstellung den Tätigkeiten als Immobilienhändler und Casinobetreiber und Reality-TV-Darsteller verdankt, steht im Kontext eines Weltsystems, dessen Macht- und Besitzverhältnisse auf Kredit und Schulden beruht. Jelinek prophezeit das Versiegen der Worte derjenigen, die als Dichter und Denker die Zivilisation stets begleiteten.

„Am Pfauen ging die schweizerische Erstaufführung von Elfriede Jelineks Trumpstück „Am Königsweg“ über die Bühne. Regisseur Stefan Pucher und ein tolles Frauenensemble brachten den dichten Text zum Leuchten.“ Tages-Anzeiger

„Stefan Puchers Inszenierungsteam und sechs starke Schauspielerinnen machen Elfriede Jelineks „Am Königsweg“ im Zürcher Pfauen zu einem mitreissenden Abend.“ St. Galler Tagblatt

„Elfriede Jelinek hat unmittelbar nach der ominösen Wahl zu schreiben begonnen. Mit Biss und Wut und Ironie schreibt sie gegen den „Trumpismus“ an, ein Phänomen, das geschwürartig den Globus überzieht.“ blick.ch

„Das Stück verhandelt vielmehr das katastrophale Scheitern einer roten Steckfrisur – und unter ihr steckt die Autorin höchstpersönlich. Ihre Rolle wird bei Pucher auf sechs Schauspielerinnen verteilt, sie leisten einen Ensemble-Abend der ersten Klasse, Julia Kreusch und Sandra Gerling brennen sogar. Miriam Maertens ist die piepsige Komödiantin, Henrike Johanna Jörissen ein kompaktes teuflisches Ding, Elisa Plüss ist ein suggestiver Killerclown und Isabelle Menke als Filmvater Abraham eine Lachnummer. Puchers Trump-Bashing gehört ganz den Frauen.“ NZZ

„Treten die fabelhaften Sechs (Sandra Gerling, Henrike Johanna Jörissen, Julia Gerling, Miriam Maertens, Isabelle Menke, Elisa Plüss) zuerst in weissen Puppenkleiden mit Rüschen und Jelinek-Zöpfen vors Publikum, verwandeln sie sich später in eine auftoupierte güldene Rokokogesellschaft, in weissgeschminkte kahlköpfige Clowninnen und in eine geisterhafte Ku-Klux-Klan -Versammlung.“ Badische Zeitung

„Miriam Maertens als dirndlbewehrte Zopfmaid im Prolog, Henrike Johanna Jörissen als Chorführerin im Epilog, Isabelle Menke, Elisa Plüss, Julia Kreusch und Sandra Gerling in der anrührendsten Szene fast am Schluss, in der sie als Nicht-Mann ihr gesellschaftliches Schicksal analysieren – sie alle überzeugen als versierte Sprecherinnen. Und sie zeigen einmal mehr, welch exzellentes Ensemble am Schauspielhaus arbeitet.“ Basler Zeitung

„Das ist im Kern die Geschichte des Abends: die Geburt der (rechten) Gewalt aus dem Kleingeist der eigenen Angst. Sie wird einerseits von einem Sammelsurium aus Schockermuppets erzählt, vom Reisszahn-Kermit über den stilettfingrigen Fozzie-Bär bis zu den horrorclownesk hochgetunten Motzgreisen Statler und Waldorf. Andererseits stürzt sich das selbstzweiflerische Jelinek-Girl, chorisch versechsfacht, in den „Königsweg“-Furor, schaurig wie die Zwillinge von „The Shining“: Sandra Gerling, Henrike Jörissen, Julia Kreusch, Miriam Maertens, Isabelle Menke und Elisa Plüss, die sich in diesem Stück neu zu entdecken scheinen – und wir sie.“ Der Bund

„Hier wie in jeder Szene zeigt das sechsköpfige Frauenensemble seine hohe Sprech- und Spielkunst und die Freude auch an diesem schwierig zu knackenden Text. Ihnen, Puchers sehr genauer Textarbeit und den Wittschen Kostümen und Puppen ist es zu danken, dass der Abend zum grossen Zuschauerspass wird. Gemeinsam führen sie in die gedanklichen Tiefen der Philosophien von Martin Heidegger („wie immer“, gesteht Jelinek im Textanhang) und Rene Girard und zu den Anspielungen auf antike oder biblische Mythen.“ Luzerner Zeitung

„Sechs grandiose Schauspielerinnen – Sandra Gerling, Henrike Johanna Jörissen, Julia Kreusch, Miriam Maertens, Isabelle Menke, Elisa Plüss – tragen den Abend. Mal sind sie ein haargenau argumentierender Chor (Christine Gross), mal eine Ku-Klux-Klan- Versammlung im Dunkel eines Gerichts-Saals, dann wieder kleine Mädchen in Rüschenkleidern (Kostüme und Puppen Annabelle Witt) oder unter grandiosen Perücken aufgetakelte Damen einer längst untergegangenen Welt (Kostüme und Puppen Annabelle Witt). Réka Csiszér und Becky Lee Walters geben live ihren vorwärts drängenden Elektro-Sound dazu, während Chris Kondeks Video-Überfälle Konglomerat verwirrend vielfältiger Bildsequenzen aus einem chaotischen Amerika bieten.“ theaterfischer.de

„Sechs tolle Sprecherinnen hat Pucher versammelt: Sandra Gerling, Henrike Johanna Jörissen, Isabelle Menke, Elisa Plüss, Miriam Maertens und Julia Kreusch. Sie starten in Gutbürgermädchenkleidern, mit porzellanweissen Gesichtern und Jelinek-Zopffrisuren (nicht zuletzt, weil die Autorin sich und ihr Schreiben in dieser Anti-Trumpiade ausgiebig selbst bespiegelt). Sie finden sich zum Chor (traumwandlerisch präzise einstudiert von Christine Gross) und treten für kleine Soli auseinander. Kostümbildnerin Annabelle Witt steckt die sechs in wechselnde Prachtroben oder auch Ku-Klux-Klan-Kapuzen, lässt sie mit Grand-Guignol-Puppen hantieren und mit – von Jelinek gewünschten – Muppet-Köpfen.“ Nachtkritik.de

„Kurz: Ein anspruchsvoller, aber überaus mitreissender und bedenkenswerter Abend, der zur Premiere am Donnerstag im Zürcher Pfauen heftig beklatscht wurde.“ St. Galler Tagblatt

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